Auf des Messers Schneide

…kommt es an. Scharf muss sie sein. Alles andere ist erst einmal nebensächlich. Ein handgeschmiedetes, sündhaft teures, Kochmesser aus Damaszener Stahl ist, wenn es stumpf ist, wie ein platter Reifen am Auto – damit kommt man nicht weiter. Zuerst gilt es, den Messern, die man sein Eigen nennt, Schärfe beizubringen und einen angemessenen Platz in der Werkstatt.

Ein scharfes Messer hat weder in der Spülmaschine noch in der Küchenschublade etwas verloren. Der Kontakt im Spülkorb oder in der Schublade mit anderen metallischen Gefährten macht die Klinge stumpf. Das aggressive Geschirrspülmittel ist zudem Gift für Holzgriffe jeder Art. Die Küchenmesser gehören einzeln und griffbereit an der Werkbank untergebracht. Ob an einer Magnetleiste, in einem Messerblock oder sonst wo ist Geschmackssache. Nur jedes für sich, darauf kommt es an. Seine Messer immer auf den schärfsten Stand zu halten, geht am besten mit dem klassischen Wetzstahl. Die Handhabung erfordert etwas Übung, dann gelangt man damit aber immer zu besten Ergebnissen. Ist ein Messer aber mal so richtig stumpf geworden, kommt man mit dem Wetzstahl nicht zum Ziel. Entweder überlässt man das Messer einem professionellen Messerschleifer, gibt es tatsächlich noch, in gut geführten Haushaltswarengeschäften wird dieser Service angeboten. Wer sich selber damit beschäftigen möchte, benötigt einen Schleifblock zum Nassschliff.  Daneben braucht man noch etwas Geduld, die aber mit einer Schärfe belohnt wird, die einen erschaudern lassen kann. Genaue Anleitungen dazu gibt es auf YouTube.

Das Material der Klinge ist heute meist ein rostfreier Stahl. Daneben sind seit einigen Jahren Messer mit Klingen aus Keramik auf dem Markt. Diese sind, wenn sie neu sind, richtig schön scharf, werden aber beim Gebrauch auch stumpf, und haben den entscheidenden Nachteil, dass sie nicht geschärft werden können. Ein Messer aus Damaszener Stahl ist nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch in Sachen Schärfe und Härte der Klinge ein Highlight. Das richtige für Weihnachten.

Wer noch irgendwo ein paar alte Küchenmesser aus Großmutters Hausstand sein Eigen nennen darf, sollte Ihnen die Möglichkeit geben, nach vermutlich lang andauerndem Dornröschenschlaf, ihre Schnittkunst mal wieder zeigen zu dürfen. Der einzige Nachteil dieser alten Schätzchen ist, sie rosten und bedürfen deshalb etwas mehr Aufmerksamkeit. Aber der verwendete Stahl erhält durch seinen Kohlenstoffanteil eine große Härte, sie sind dadurch sehr schnitthaltig und lassen sich sehr gut schärfen. Diese Legierungen werden wegen der guten Schneideigenschaften noch bei Äxten, Beilen, Gartenscheren usw. verwendet.

Aber auch mit preiswerten Messern kann man schon ordentlich arbeiten, solange sie nur scharf sind. Die in Mode gekommenen Schneidbretter aus Glas kann man prima zum Servieren von Käse, Wurst oder sonst was nehmen aber zum Schneiden taugen sie nicht. Das harte Glas macht jede Klinge stumpf. Nur Holz oder Kunststoff kommen in Frage. Schneidebretter aus Holz gehören niemals in die Spülmaschine, ansonsten ist es Geschmackssache, ob man Holz oder Kunststoff bevorzugt.

Dies soll nur ein kleiner Vorgeschmack auf die bald folgende dreiteilige Serie rund um das Thema Messer sein. Welche Messer gibt es, worauf sollte ich beim Kauf achten, wie bewahre ich meine Messer richtig auf, wie pflege ich sie richtig und wie bekomme ich sie wieder scharf. Alle diese Fragen beantwortet werden.

Teil 1: Messerkauf – Messerarten und Materialien

Teil 2: Aufbewahrung und Pflege

Teil 3: Messer schleifen

Last Updated on 1. August 2021 by Marie

Beitrag erstellt 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben

Oh, hallo !
Freut mich, dass du hier bist.

Trag dich ein, um keinen Beitrag mehr zu verpassen

Holler Box